Obschon unsere Ausgaben dieses Jahr schon weit über dem Budget liegen, konnten wir dank Spenden auch noch ein Hilfspaket für Überschwemmungsopfer realisieren. Die Auslieferung war äusserst schwierig, da die Gegend auch nach den Fluten nur schwer zu erreichen war.
Grossen Dank gilt auch allen freiwilligen Helfern vor Ort, die den Einsatz unterstützt haben!
 
Viele der ohnehin schon gebeutelten Dorfbewohner müssen tagtäglich ums Überleben kämpfen. Wo vorher die Lebensmittelversorgung wegen der Corona-Massnahmen äusserst schwierig war, ist sie nun in den überschwemmten Gebieten beinahe unmöglich geworden. Teilweise sind die Verkehrswege unterbrochen und ganze Dörfer praktisch nicht mehr erreichbar. Viele Bewohner haben auch ihre einfachen Hausungen verloren. Ganze Häuser sind infolge der Überschwemmungen eingestürzt oder weggerissen worden.
 
Die Wassermassen haben nebst den Vorräten der Bewohner auch grosse Teile der Ernte zerstört, welche dieses Jahr recht gut ausgefallen wäre. Dies verstärkt die Armut und Hungersnot zusätzlich. Das Einkommen, welches aus der Ernte hervorgegangen wäre, fällt aus. Die Zahl der Hilfsbedürftigen ist enorm. Die meisten sind von Spenden und Hilfspaketen von Hilfsorganisationen wie uns abhängig. Der Indische Staat hat zwar anfänglich auch gewisse Hilfspakete verteilt. Diese sind aber Anbetracht der hohen Bevölkerungszahl schnell aufgebraucht gewesen.
All dies hat uns bewogen, ein weiteres Corona-Hilfspaket, primär in Form von Esswaren, zu genehmigen. Die Ware wurde diesmal in einem besonders stark betroffenen und nur schwer zugänglichen Dorf im Nordwesten unseres Einsatzgebietes verteilt.