Seit dem Abschluss des zweiten Corona Hilfspaketes im Juni ist einiges passiert. Während bei uns in der Schweiz die Fallzahlen stark zurückgingen und uns beinahe schon wieder wie vor Corona bewegen konnten, hat sich die Situation in unserm Einsatzgebiet nie richtig erholt. Zu allem Übel setzten dann auch noch aussergewöhnlich starke Regenfälle ein, die zu zahlreichen Überschwemm mo ungen führten. Viele der ohnehin schon gebeutelten Dorfbewohner müssen tagtäglich ums Überleben kämpfen. Wenn vorher die Lebensmittelversorgung wegen der Corona-Massnahmen äusserst schwierig war, ist sie nun in den überschwemmten Gebieten beinahe unmöglich geworden.Teilweise sind die Verkehrswege unterbrochen und ganze Dörfer praktisch nicht mehr erreichbar. Viele Bewohner haben auch ihre einfachen Hausungen verloren. Ganze Häuser sind infolge der Überschwemmungen eingestürzt oder weggerissen worden. 

All dies hat uns bewogen, ein weiteres Corona-Hilfspaket, primär in Form von Esswaren, zu genehmigen. Die Ware wurde diesmal in einem besonders stark betroffenen und nur schwer zugänglichen Dorf im Nordwesten unseres Einsatzgebietes verteilt.

Unser zweites Corona-Hilfspaket ist angekommen.
Wir konnten 500 Familien (2500 Menschen) mit Lebensmitteln wie Reis/Linsen/Öl/Gemüse/Zucker eine Sofort-Hilfe ermöglichen. Diese Menschen leben in einer Waldregion, die nur zu Fuss erreichbar ist, weit abseits und haben aktuell keine Chance vom Staat irgendwelche Hilfe zu erhalten, da an sie einfach nicht gedacht wird. Wir sind dankbar dass wir durch grosszügige Spenden von 3800 CHF diese Hilfsaktion ermöglichen konnten.
Doch es ist noch nicht überstanden.... wir würden gerne eine weitere Sofort-Hilfsaktion starten. Dafür müssen wir jedoch erst wieder Spenden generieren. Wenn ihr uns unterstützen könnt sind wir dafür sehr dankbar. Jeder Franken zählt!

In den vergangenen Wochen konnten wir über unsere Partnerorganisation TRACE in unserem Einsatzgebiet in Indien Nahrungsmittelpakete an rund 1000 bedürftige Familien verteilen. Unterstützt von zahlreichen Freiwilligen vor Ort, sind so im ganzen rund 5000 Leute in 8 Dörfern wenigsten für ein paar Tage mit dem nötigsten versorgt worden. Die Aktion wurde sogar in den lokalen Nachrichten mit einem Beitrag gewürdigt.

https://youtu.be/sLuTC_ktVGQ

https://youtu.be/3nhkDO0OGTM

Nichts desto trotz sind bleibt für viele Leute in unserem Einsatzgebiet die Zukunft ungewiss. Viele sind Wanderarbeiter und Tagelöhner, welche nun auf Grund der Wirtschaftskriese wohl für längere Zeit keine Arbeitsmöglichkeit mehr haben. Anders als bei uns haben diese Leute kein soziales System, dass sie in solchen Situationen unterstütz. Man wagt es sich kaum vorzustellen, wie es ist, wenn man Tag für Tag nicht weiss, woher wohl heute etwas zu Essen kommen könnte. Wir wurden deshalb nochmals um Hilfe gebeten. Aber auch unsere Mittel sind beschränkt. Gewiss gibt es auch hier in der Schweiz Schicksale auf Grund der Corona-Kriese, die Hilfe benötigen. Wer dennoch den Notleidenden in unserem Einsatzgebiet Helfen möchte, der möge uns doch bitte mit einer kleinen Spende unterstützen. Unser Dank sei Ihnen gewiss.

 

Spendenkonto:

IBAN: CH63 8080 8001 3097 5233 4

Raiffeisenbank
Flawil-Degersheim-Mogelsberg-Oberuzwil
9230 Flawi

 

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In der gleichen Zeit hat uns Angelo um eine grössere Spende gebeten, um die hungerleidenden Familien und Bewohner der Dörfer aus unserem Einsatzgebiet mit einigen Grundnahrungsmitteln zu versorgen. Durch unser Engagement konnten wir ermöglichen, dass rund 1000 Familien für einige Tage zu Essen haben. Dennoch bleibt die Lage weiter angespannt.

Auch wenn wir uns hier in der Schweiz selber mehr oder weniger Sorgen um die Zukunft machen, ist die Situation in den indischen Dörfern ungleich dramatischer. Deshalb nehmen wir dankend weitere Spenden an. Durch jeden noch so kleinen Beitrag wird es uns möglich allenfalls nochmals ein Hilfspaket anbieten zu können. 

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In der SRF Tagesschauf wurden bereits mehrere Beiteräge zur prekären Situation der Wanderarbeiter gezeigt.

In einer spontanen Aktion hat Angelo und seine Gehilfen Lunchpakete an eintreffende Tagelöhner wie auch an ältere Leute auf der Strasse verteilt.

Hier einige Links zu den Beiträgen der SRF Tagesschau.

Coronavirus: Indiens Wanderarbeiter wollen nach Hause - SRF Tagesschau

Corona-Krise: Indien und die Wanderarbeiter - SRF Tagesschau

Indien und die Wanderarbeiter - SRF Tagesschau

 

SRF Tagesschau 29.03.2020 Indiens Wanderarbeiter wollen nach Hause