Ein bewegtes Jahr neigt sich dem Ende zu. Es war auf der ganzen Welt geprägt von der Corona Pandemie. Daneben wurden viele andere berührende Ereignisse gar nicht richtig wahrgenommen.
Unser eindrücklicher Jahresrückblick zeigt, was Together im vergangenen Jahr alles bewirken konnte.

Vielen herzlichen Dank an alle Spender, Paten und Gönner, die unser Wirken erst möglich machen!

Fröhliche Festtage und gute Gesundheit wünscht allen
Together - Hilfe für Indien

 

 

Über 300 Menschen jeglichen Alters in der näheren Umgebung von Eluru haben eine misteriöse Krankheit erlitten. Die Zahl ist noch immer steigend. Die Betroffenen zeigen Symptome wie Übelkeit, Schwindel und Schaum vor dem Mund. Ein 45 jähriger Mann aus einem benachbarten Dorf ist offenbar an den Folgen gestorben. Gewisse Leute sagten, es sei eine weitere Corona-Welle. Die Behörden haben eine Untersuchung eingeleitet. Im Verdacht stehen auch Schwermetalle im Trinkwasser und in der Milch.

Sogar in den Schweizer Medien wurde darüber berichtet.

https://www.20min.ch/story/mysterioese-krankheit-koennte-durch-schwermetalle-ausgeloest-werden-861533107215

 

Zum Vergleich hier der Beitrag der lokalen Zeitung in Eluru

Eluru News Mystery illnes

Schon 2019 haben wir uns mit dem Antrag für eine Schutzmauer rund um das Kinderheim befasst. Das Grundstück grenzt direkt an ein grosses Ackerland. Des öfteren schleichen sich von dort her Schlangen aufs Areal. Vor allem in der Regenzeit flüchten auch andere Tiere wie zum Beispiel Mäuse und Ratten auf das leicht erhöhte Gelände des Kinderheims. Nich selten suchen sie Schutz in den Schlafräumen. In der Vergangenheit wurden dabei leider auch schon Kinder von Schlangen gebissen - glücklicherweise bisher ohne fatale Folgen.

Auf der anderen Seite liegt das Kinderheim an einer vielbefahrenen Strasse. Es besteht die Gefahr, dass Kinder beim Spielen auf die Strasse rennen könnten. Für die Aufsichtspersonen ist dies ein hoher Stressfaktor. Zudem wurde auch schon des öfteren rapportiert, dass insbesondere die jungen Mädchen von Passanten verbal oder mit Pfiffen belästigt wurden.

Alle diese Faktoren haben uns dazu bewogen, den Bau einer Schutzmauer um das ganze Areal zu bewilligen. Trotz der Corona Kriese fingen im Mai dann die Vorbereitungsarbeiten an. Die Sträucher mussten entfernt werden und ein Graben für das Fundament ausgehoben werden.

00000170-PHOTO-2020-05-28-08-03-18.jpg

 

00000195-PHOTO-2020-06-04-03-43-10.jpg

 

Die Bohrungen für die Säulen wurden mühsam mit Manneskraft erstellt.

00000198-PHOTO-2020-06-05-03-20-17.jpg

Anfang Juni wurden noch die ersten Armierungseisen verlegt und die ersten Fundamente betoniert, bevor die Bauarbeiten wegen starkem Regen eingestellt werden mussten.

00000214-PHOTO-2020-06-06-07-35-04.jpg

00000222-PHOTO-2020-06-08-13-26-32.jpg

00000009-PHOTO-2020-06-16-11-38-38.jpg

00000016-PHOTO-2020-06-16-11-38-41.jpg

00000026-PHOTO-2020-06-23-17-51-11.jpg

Ende Juni konnten die Arbeiten weitergeführt werden. Im Juli schliesslich waren das Fundament und die Säulen fertig betoniert.

 
Obschon unsere Ausgaben dieses Jahr schon weit über dem Budget liegen, konnten wir dank Spenden auch noch ein Hilfspaket für Überschwemmungsopfer realisieren. Die Auslieferung war äusserst schwierig, da die Gegend auch nach den Fluten nur schwer zu erreichen war.
Grossen Dank gilt auch allen freiwilligen Helfern vor Ort, die den Einsatz unterstützt haben!
 
Viele der ohnehin schon gebeutelten Dorfbewohner müssen tagtäglich ums Überleben kämpfen. Wo vorher die Lebensmittelversorgung wegen der Corona-Massnahmen äusserst schwierig war, ist sie nun in den überschwemmten Gebieten beinahe unmöglich geworden. Teilweise sind die Verkehrswege unterbrochen und ganze Dörfer praktisch nicht mehr erreichbar. Viele Bewohner haben auch ihre einfachen Hausungen verloren. Ganze Häuser sind infolge der Überschwemmungen eingestürzt oder weggerissen worden.
 
Die Wassermassen haben nebst den Vorräten der Bewohner auch grosse Teile der Ernte zerstört, welche dieses Jahr recht gut ausgefallen wäre. Dies verstärkt die Armut und Hungersnot zusätzlich. Das Einkommen, welches aus der Ernte hervorgegangen wäre, fällt aus. Die Zahl der Hilfsbedürftigen ist enorm. Die meisten sind von Spenden und Hilfspaketen von Hilfsorganisationen wie uns abhängig. Der Indische Staat hat zwar anfänglich auch gewisse Hilfspakete verteilt. Diese sind aber Anbetracht der hohen Bevölkerungszahl schnell aufgebraucht gewesen.
All dies hat uns bewogen, ein weiteres Corona-Hilfspaket, primär in Form von Esswaren, zu genehmigen. Die Ware wurde diesmal in einem besonders stark betroffenen und nur schwer zugänglichen Dorf im Nordwesten unseres Einsatzgebietes verteilt.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Eluru-News mit einem Beitrag über die Vertrilung unserer Hilfsgüter.